Die Entwicklung der Abmessungen von Photovoltaikmodulen in China
Die Entwicklung der Abmessungen von Photovoltaikmodulen in China: Von runden Wafern zur Industriestandardisierung durch „Containerpassung“
Chinas Photovoltaik-Modulindustrie hat einen Entwicklungsweg durchlaufen, der von ersten Erkundungen über die standardisierte Massenproduktion und vielfältige Innovationen bis hin zur erneuten Standardisierung reichte. Die jüngsten Entwicklungen deuten darauf hin, dass führende Hersteller einen Konsens über die Produktabmessungen erzielt haben, was eine neue Phase industrieller Synergie einleitet.
Frühphase: Kreislaufdesign durch Materialbeschränkungen eingeschränkt
Die Ursprünge der chinesischen Photovoltaikmodule lassen sich bis in die 1980er-Jahre zurückverfolgen. Die ersten Produkte basierten alle auf einer monokristallinen Struktur. Da die ursprünglichen Siliziumblöcke zylindrisch waren und um Material zu sparen, verwendete die Industrie direkt runde Siliziumwafer zur Herstellung von Zellen und Modulen, wodurch das charakteristische Produktprofil jener Zeit entstand.
Der Standardisierungsprozess: Von 125 mm zum Aufstieg des polykristallinen Glases
Mit der Weiterentwicklung der Branche wurden zunächst monokristalline Produkte standardisiert, wobei sich die Wafergröße von 125 mm x 125 mm als Standard etablierte. In der Folge gewann die kostengünstigere polykristalline Technologie aufgrund steigender Preise für monokristallines Silizium rasch an Bedeutung und trieb die Entwicklung der Dünnschichttechnologie maßgeblich voran. Obwohl Dünnschicht- und kristalline Siliziumverfahren einst in einem starken Wettbewerb standen, setzte sich letztendlich kristallines Silizium durch, während polykristalline Produkte den Markt über einen längeren Zeitraum dominierten.
Die Rückkehr der monokristallinen Kristalle und die Größenexpansion
Um das Jahr 2016 erlebten monokristalline Produkte, angetrieben durch technologische Fortschritte und Kostensenkungen, ein Comeback und erreichten preislich wieder das Niveau polykristalliner Produkte. In dieser Zeit etablierte sich die Wafergröße von 156 mm × 156 mm als Industriestandard, und die entsprechende Modulgröße (ca. 1,65 m × 0,99 m) dominierte lange den Markt.
Um die Leistung und Effizienz zu steigern, brachten verschiedene Hersteller anschließend sukzessive größere Module auf den Markt, was zu uneinheitlichen Spezifikationen führte. Aktuell erreicht das größte in Serie gefertigte Modul eine Leistung von 760 Watt und Abmessungen von etwa 1,3 Metern Breite und 2,4 Metern Länge – eine Fläche, die in etwa der Größe einer Tischtennisplatte entspricht.
Vereinheitlichung durch Logistik: Obwohl die Technologie noch größere Abmessungen ermöglicht, haben sich die praktischen Anforderungen der Logistik und des Transports – insbesondere die Effizienz der Containerbeladung – als entscheidender limitierender Faktor erwiesen. Diese reale Einschränkung hat die Branche jedoch zur Vereinheitlichung der Abmessungen getrieben.
Neun führende chinesische Modulhersteller haben kürzlich gemeinsam die Standardgröße für Photovoltaikmodule auf 1134 mm x 2384 mm festgelegt. Diese für den Containertransport optimierte Spezifikation dürfte sich in Kürze als Branchenstandard etablieren und damit die jahrelange Uneinheitlichkeit der Abmessungen beenden. Sie bildet eine neue Grundlage für die effiziente und skalierbare Entwicklung der chinesischen Photovoltaikindustrie.















